Heise Online meldt heute, dass es Neuigkeiten im Rechtsstreit Brother gegen Pelikan und Geha gibt. Im Dezember hatten Richter in Düsseldorf schon einmal im Sinne Brothers gesprochen (siehe Artikel).
Diesmal sind jedoch die Druckerpatronen vom Typ LC 980 und LC 1100 betroffen. Scheinbar wollte man erst abwarten wie die Streitigkeiten üm die Patronen LC970 und LC1000 ausgehen.
Problematisch erscheint nur, dass die jetzt betroffenen Brother Tintenpatronen seit 2008 in Deutschland verkauft werden – die Schutzrechte aber erst im November 2009 beantragt wurden.
Nachdem eine außergerichtliche Einigung mit Pelikan und Geha gescheitert sei, habe Brother im Dezember vergangenen Jahres eine Einstweilige Verfügung beantragt. Diese wurde nach Darstellung von Brother nun durch das LG Düsseldorf erlassen, da zumindest in einem der beiden Fälle eine Verletzung der Schutzrechte glaubhaft gemacht werden konnte.
Brother hat im Hauptsacheverfahren vor dem Landgericht Düsseldorf im “Tintenstreit” gegen Pelikan (Geha ist eine Marke der Firma Pelikan – bzw. die Firma German Hardcopy AG, die Geha vertreibt gehört zu Pelikan) einen Erfolg erstritten.
Seit Brother im September 2008 eine einstweilige Verfügung erwirkt hat, darf Geha/Pelikan keine entsprechnden Patronen mehr verkaufen. Dabei handelt es sich vorallem um die Druckerpatronen LC970 und LC1000.
Laut Pelikan sind die entsprechenden Patronen keine technische Neuerung oder eine erfinderische Tätigkeit – dies hatte Brother geltend gemacht und Gebrauchsmusterschutz für sein geistiges Eigentum angemeldet.
Brother fühlt sich nun ersteinmal bestätigt und wird weiterhin gegen Anbieter alternativer Druckerverbrauchsmaterialien vorgehen.
Das Brohter versucht dies auch gegen Händler durchzusetzen musste ein großer Bürobedarfsversender Anfang 2009 erfahren. Man darf gespannt sein, was die Druckerhersteller sich noch an weiteren “Schutzmaßnahmen” einfallen lassen.
Die Canon Tintenpatronen CLI-521 / PGI-520 werden seit dem August 2008 mit verschlüsseltem Chip von Canon verkauft. Lange Zeit gab es keine Nachbauten bzw. Resetter. Seit heute hat sich dies geändert, da der Schweizer Tintenspezialist Peach einen funktionierenden Resetter für die Druckerpatronen auf den Markt gebracht hat. In einem ersten kurzen Test funktionierte das Zurücksetzen der Patronen fehlerfrei. Die neuen Resetter sollen in den nächsten Wochen in den Onlineshops auftauchen.
Wie HP in einer E-Mail mitteilt, sei “eine kleine Anzahl” dreifarbiger HP-Druckerpatronen mit zu wenig beziehungsweise zu viel Druckertinte befüllt. Die Druckqualität werde davon zwar nicht beeinträchtigt, allerdings könne damit “unter Umständen” nur eine geringe Anzahl an Ausdrucken vorgenommen werden, als vorgesehen.
Das Unternehmen teilt auf der Webseite mit, dass auf in Europa die beiden Patronentypen “HP 342 Tri-Colour Inkjet-Druckerpatronen (C9361EE)” sowie “HP 351 Tri-Colour Inkjet-Druckerpatronen (CB337EE), die auch im HP 2er-Pack 350/351 Inkjet-Druckerpatronen (SD421EE) enthalten sind”, vom Fehler betroffen sind. “Unter Umständen”, so HP weiter, könne auch eine “kleine Anzahl” von weiteren Patronen, die im Lieferumfang diverser Deskjet- und Photosmart-Modelle enthalten waren, vom Fehler betroffen sein. Die genaue Liste der Modelle findet sich auf der Webseite des Herstellers.
Kodak hat derzeit eine Werbekampagne laufen, in der die günstigen Preise der Druckerpatronen von Kodak bekannt gemacht werden sollen. Um Verbaucher auf die krassen Unterschiede von Tintenstrahlpatronen aufmerksam zu machen hat Kodak eine Webseite entwickelt, die die Kosten Ihres alten Druckers ermittelt.
Die Zahlen des online-Kalkulators sind durch unabhängige Erhebungen des Lyra Research Instituts hinsichtlich des durchschnittlichen Druckvolumens sowie von Quality Logic Inc. mit Tintenreichweitentests nach ISO-Norm gestützt. Das Urteil über Ihren alten Farbdrucker ist somit glaubwürdig.
Das renomierte Magazin test von der Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 10/2009 kompatible Tintenpatronen getestet. Das Ergebnis ähnelt stark denen, die die Zeitschrift c´t seit einigen Jahren immer wieder vornimmt: Mit kompatiblen Tinten lässt sich Geld sparen, so man zu den passenden Tintenherstellern für sein Gerät/Marke greift.
Einen zentralen Punkt, der selten genannt wird hat Steffen Schultz in seinem Blog aufgenommen: Wie verhält sich eine Tintenpatrone in der langen Zeit des Einsatzes in einem Drucker? Trocknet die Tinte schneller aus als Originaltinte? Wie steht es mit der Lichtbeständigkeit? Ist in den kompatiblen Tintenpatronen die gleiche Füllmenge enthalten wie in den Originalen (Kosten pro Seiten…)? etc…
Fragen die selten in entsprechenden Berichten hervorgehoben werden.
Stiftung Warentest hat auch nicht für alle Modelle der Hersteller die Tinten getestet, sondern einige herausgegriffen: Brother MFC-235C, Canon Pixma MP540, Epson Stylus Photo RX585 und HP Photosmart C4480.
Für den Brother Drucker gibt es die Empfehlung zu Data-Becker-Patronen. Die Peach Patronen sollen im Canon Drucker gute Ergebnisse liefern. Im Epson Drucker bringen Ink Swiss Tinten eine große Ersparnis und HP-Drucker betreibt man nach dem Test-Ergebnis billig mit KMP-Patronen.
Lexmark hat eine neue Produktreihe vorgestellt: Die Geräte S605, S505, S405, S305.
Technisch ist der Druckerhersteller auf Einzeltinten umgestiegen. Zudem sitzt in den Druckern ein herausnehmbarer Druckkopf, sodass alle wichtigen Einzelteile separat Austauschbar sind. Die Druckauflösung erreicht 4800×1200 Pixel.
Diese neuen Patronen (Lexmark Tinte Typ 100) werden mit Standardkapazität und mit XL-Kapazität Lexmark Typ 105XL) angeboten. Lexmark nennt einen Seitenpreis für eine schwarz-weiße Normseite von 1 Cent. Die c´t aus dem Hause heise hat jedoch gestgestellt, dass dies nur für die ISO 24711 gilt, die ein farbiges Dokument vorsieht.
Entsprechend verändern sich die Druckkosten, sodass der Seitenpreis bei den Patronen Typ 100 auf 13,2 Cent ansteigt. Mit den Tintenpatronen Typ 105XL kostet die Seite 9,5 Cent.
Mal wieder was lustiges:
Der neue Tintenpass von Geha
Tintenpatronen mit wenig Befüllung belasten die Umwelt unverhältnismäßig stark. Der Druckerhersteller Lexmark hat ein entsprechendes Berechnungs-Tool vorgestellt: Öko-Simulator von Lexmark

Mit dem Ökorechner können Druckeranwender selbst einschätzen, wie belastend Ihre Druckweise für die Umwelt ist.
Angegeben sind die Werte in den Äquivalenten des zu fördernden Rohöls, der Klimabelastung und der Ozonbelastung.
Die durchschnittliche Energiemenge für die Herstellung und die damit einhergehende Klimaerwärmung wird ebenso ausgerechnet.
Klar wird aber sicher: Der Einsatz kleiner Patronen ist sehr umweltschädlich… 4 Milliliter Tinte stehen 2 Liter Öl entgegen!
In einer Studie die vom englischem Recycler-Verband UKCRA aufgegeben wurde, hat man OEM-Tonerkartuschen mit Recycelten Kartuschen einmal genauer ins Visier genommen. Durch den Einsatz von Rebuilt Tonerkartuschen könnten bis zu 60 % an Co2-Emission gesparrt werden und einen jährlichen Ausstoß von 400 000 Tonnen Co2 verhindern.
Die drohende Klimakatstrophe ist zunehmend eine reale Bedrohung geworden, Unternehmen legen immer größeren Wert darauf Co2 Arm zu produzieren oder logistisch cleverer arbeiten.
Obwohl die Druckerhersteller (HP oder Samsung) die Verbraucher vor wieder aufbereiteten Tonern und Tinten warnen, aber trotzdem weiterhin das leergut wieder einsammeln, daraus dann Rohstoffe gewinnen um sie dann zu unterschiedlichen Produkten zu verarbeiten, dies soll angeblich eine schlechte Form des Recyylings sein mit einer negativern Ökobilanz sein.
Komplexe wiederuafbereitete Tonerkartuschen erfüllen alle mal für mehrere Lebenszyklen ihren Zweck, nicht selten auch überdurchschnittlich gut, egal ob Farb- oder Schwarz/Weißdruck.