Auf den ersten Blick fehlen auf der Remax 2010 ein guter Teil der Original-Distributoren, die im letzten Jahr noch mit einem Stand vertreten waren.
Auf den zweiten Blick sah man an fast allen Ständen mit kompatiblen Druckerpatronen wiederbefüllte Patronen von Brother, Canon und Epson. Wiederbefüllte Originalpatronen Original-Druckerpatronen für diese Hersteller sind noch gut zu bekommen: Der Leergutmarkt für HP-Druckerpatronen ist nach wie vor schwierig – die Hersteller klagen fast alle über die steigenden Leergutpreise.
Im Bereich der kompatiblen Samsung Toner wird sich in nächster Zeit die Verfügbarkeit für einige Nachgefragte Modelle wohl verbessern u.a. für den CLP-310.
Das soll erst einmal ganz schnell ein Kurzbericht von der Remax 2010 gewesen sein…
Brother hat im Hauptsacheverfahren vor dem Landgericht Düsseldorf im “Tintenstreit” gegen Pelikan (Geha ist eine Marke der Firma Pelikan – bzw. die Firma German Hardcopy AG, die Geha vertreibt gehört zu Pelikan) einen Erfolg erstritten.
Seit Brother im September 2008 eine einstweilige Verfügung erwirkt hat, darf Geha/Pelikan keine entsprechnden Patronen mehr verkaufen. Dabei handelt es sich vorallem um die Druckerpatronen LC970 und LC1000.
Laut Pelikan sind die entsprechenden Patronen keine technische Neuerung oder eine erfinderische Tätigkeit – dies hatte Brother geltend gemacht und Gebrauchsmusterschutz für sein geistiges Eigentum angemeldet.
Brother fühlt sich nun ersteinmal bestätigt und wird weiterhin gegen Anbieter alternativer Druckerverbrauchsmaterialien vorgehen.
Das Brohter versucht dies auch gegen Händler durchzusetzen musste ein großer Bürobedarfsversender Anfang 2009 erfahren. Man darf gespannt sein, was die Druckerhersteller sich noch an weiteren “Schutzmaßnahmen” einfallen lassen.
Die gekapselten Tintenpatronen mit Pigmenten – die eine hohe Haltbarkeit und Deckkraft auf Normalpapier aufweisen – sind das eigentliche Highligt des günstigen Epson Druckers Stylus S21. Für seinem Preis von 50 Euro kann man nicht erwarten, dass die Druckkosten niedrig sind:
Eine Schwarz/Weiß Seite kostet mit der Normalpatrone 16,1 Cent. Mit der Epson XL-Tintenpatrone 14,0 Cent. Ein Foto (10 mal 15) kostet ungefähr 25 Cent. Dies sind für einen Tintenstrahldrucker keine guten Werte. Darüberhinaus verbraucht der Stylus S21 0,2 Watt im Standby – ist damit aber eigentlich im Vergleich mit anderen aktuellen Tintenstrahldruckern gut positioniert.
Wer wenig druckt und ab und an ein farbiges Bild haben möchte ist mit dem Epson S21 gut beraten. Vieldrucker sollten dieses günstige Gerät meiden.
HP hat eine Preissenkung zum 1. Januar 2010 für Druckerpatronen angekündigt. Laut einer ersten Ankündigung sollten die Tintenpatronen im Schnitt um cirka 5% günstiger werden.
Frohes neues Jahr also!
Die Marktforscher von IDC schätzen den Umsatzeinbruch in der Druckerzubehör-Branche für das erste Halbjahr 2009 auf 13,1 Prozent ein.Unter den Einbrüchen hatten sowohl die Endkunden- als auch die Business-Sparte zu leiden. Am sparsamsten aber wirtschafteten Firmen, was sich besonders in den gesunkenen Zahlen beim Tonerkartuschen Verkauf niederschlug. Die Verkäufe dieser Laser-Toner brach im 1. Halbjahr in der Verkaufsregion EMEA um 24,9 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr ein. Der Absatz von Tintenpatronen sank um 19,2 Prozent.
Die hohen Preise für Original Druckerzubehör hat darüberhinaus dazu geführt, das Verbraucher vermehrt zu sogenannten Rebuilt Toner-Kartuschen oder Tintenpatronen greifen. Hier trifft die Kaufzurückhaltung die Druckerhersteller an einer empfindlichen Stelle, werden schließlich die hohen Gewinn nicht über den Drucker verkauf, sondern mit dem Druckerpatronen erziehlt.
Die Prognose ist laut der IDC Marktstudie jedoch positiv. Im kommenden Jahr werde sich der Markt erholen und bis 2013 bei Tintenpatronen um 1,8 Prozent ansteigen. Tonerkartuschen für Laserdrucker werden bis 2013 eine Nachfragesteigerung von 5,4 Prozent erfahren.
IDC Analysen:
Der IT-Markt in Deutschland
Der IT-Markt in Deutschland nach Branchen
Der Markt für Drucker hat sich Radikal geändert in den letzen Jahren, die Prognose, dass normale Drucker durch Kombigeräte komplett abgelöst werden ist noch nicht eingetreten eine Tendenz ist jedoch klar sichtbar.
Das Angebot an Tintenstrahldruckern im Bereich unter 100 Euro ist auf wenige Hersteller und auf wenige Produkte je Hersteller zurückgegangen. Kurz vor dem Aussterben sind die hochwertigen A4 Drucker die mit sechs Tinten gearbeitet haben.
Man kann jedoch sagen das sogenannte Bürotintendrucker inzwischen immer mehr in die Domäne der Laserdrucker im Bereich Büro vorstoßen. Die Art mit der man vor hat den Drucker einzusetzen ist keine Aussage mehr darüber ob es ein Laserdrucker oder ein Tintenstrahldrucker sein soll. Man findet immer häufiger sehr taugliche Bürogeräte die mit Tinte arbeiten.
Die etwas neueren Bürotintendrucker sind auf jedefall wesentlich vielseitiger einsetzbar, denn ein Laserdrucker brauch nuneinmal 200 Grad um den Toner auf das Papier zu brennen, was wohl bei CD/DVD Rohlingen schwierig sein dürfte. Ergo ergibt sich daraus das der Laserdrucker nur mit Papier und einigen sehr resistenten Folien funktioniert.
Es wird gemunkelt, dass Canon bei den derzeitigen Preiserhöhungen zum 1. April mitziehen wird…
Bisher haben schon Philips, Sagem und Oki eine solche Preiserhöhung angekündigt. Lexmark hatte seine letzte angekündigte Erhöhung vom 18.3. am 20.3. wegen des Händerprotestes zurückgezogen (Lexmark hatte erst im Februar die Preise um 10% erhöht).
Weitere Anbieter werden wohl in nächster Zeit folgen.