Der neue Oki Farblaserdrucker C610dn weißt ein kompaktes Gehäuse auf (Standfläche: 340 x 435 x 604 mm). Der Drucker schafft 20 Seiten pro Minute im s/w und Farbdruck. Nutzt man jedoch die Duplexfunktion sinkt die Seitenleistung auf 18 s/w und 15 Farb-Seiten. Dabei geht es allerdings auch nicht gerade leise zu. Der Drucker sollte also im Haushalt nicht direkt neben dem Schreibtisch stehen.
Sehen lassen kann sich der geringe Stromverbrauch im Stand-By Modus von 1 Watt. Für einen Farblaser ist dies ein hervorragender Wert! Hoffen wir, dass die anderen Druckerhersteller hier einen Ansporn haben.

Farblaserdrucker Oki C610 dn @Bild: Oki
Drucken unter Linux oder Mac funktioniert dank PostScript oder via PCL. Für beide alternativen Betriebssysteme bietet Oki für den C610 eigene Treiber an.
Text und Fotos (mit leichtem Laserraster) druckt der Farblaser C610 sauber. Die Druckkosten liegen bei einer Schwaz-Weiß Seite bei ungefähr 1,1 Cent. Eine Farbseite schlägt jedoch mit 11 Cent deutlich nach oben aus. Achten sollte man auch auf die unterschiedlichen Füllmengen der Toner. Die schwarze Tonerkartusche (OEM Nummer: 44315308) weißt eine Füllmenge für 8.000 Seiten auf. Die farbigen nur je für 6.000 Seiten – und kosten auch noch knapp das doppelte der schwarzen.
Damit ist der Oki C610dn nur dort gut zum drucken geeignet, wo Farbausdrucke selten vorkommen.
In der zweiten Jahreshälfte hat der Druckerhersteller Canon sein Top-Tintenstrahl-Modell erneuert. Herausgekommen ist ein ausgewogener Drucker, der vorallem im Bereich von Fotos und Dias seine Stärken zeigt.

Im einzelnen heißt das: Es kommen zwei Schwarze Tintentanks und eine graue Tintenpatrone – natürlich neben den normalen Farbtinten – zum Einsatz.
Die Konfiguration des WLANs geschieht direkt am Gerät. Das ist eine kleine Hürde, wenn man in den Canon Treibern danach suchen sollte. Die Druckkosten liegen bei ca. 14 Cent pro Seite. Ein kleines Farbfoto schlägt mit 22 Cent zu buche. Testberichte.de hat eine Steigerung des Drucktempos gegenüber dem Vorgängermodell Pixma MP980 festestellen können.
Fazit: Für anspruchsvolle Fotodrucker lohnt sich der neue Drucker. Wer von seinem altem Modell umsteigen will, den belohnt Canon dadurch, das Restbestände alter Tintenpatronen auch im MP990 weitergenutzt werden können, da auch hier die Druckerpatronen vom Typ PGI-520BK und CLI-521 passen.

Bild @Brother.de
Mit dem Multifunktionsdrucker MFC-990CW hat Brother schon im März 2009 seine Oberklasse vorgestellt. Auf dem Markt ist das Gerät für knapp 300 Euro immer noch zu bekommen und Brother hat noch keinen Nachfolger vorgestellt. Zeit für einen Test:
Der teuerste Multifunktionsdrucker von Brother kann nicht nur Drucken und Scannen sondern verfügt zusätzlich noch über ein schnurloses Telefon mit Anrufbeantworter und eine Faxweiche. Der 4,2″ Touch-Bildschirm soll die Bedienung vereinfachen und man kann dort Faxe und Scan-Daten anschauen.
Erstes Hindernis bei der Installation des Brother MFC-990 stellt das Windows 7 dar. Die Treiber auf der CD sind nicht aktuell. Erst nach dem Download der aktuellen Version (Link) funktioniert die Installation.
Der Drucker kann nicht randlos drucken – wer also vollformatige Fotos ausdrucken möchte sollte sich ein anderes Gerät aussuchen. Eingescannte Dokumente können als PDF abgespeichert werden – auch auf einen USB-Stick. Die Druckqualität ist von überzeugender Qualität. Druckerpatronen mit erhöhter Kapazität passen nicht in den MFC-990. Eine ISO-Seite kostet vergleichsweise teure 15 Cent. Das Original Brother Tintenpatrone Bundle mit den vier Farben schwarz, cyan, magenta und yellow kostet derzeit ca. 37 Euro für eine Reichweite von ca. 350 Seiten.
Wegen des hohen Preises und der Verbrauchskosten ist der Brother MFC-990CW nur bedingt empfehlenswert.